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So 24.2.2013 13.35 Uhr | Ralf Onken | Alle Artikel

Aus für das "Küstengold" vor 20 Jahren!


Geschichte | Ortsgeschichte(n)

Das Produktionsgelände in Diekmannshausen - Ralf Onken
Das Produktionsgelände in Diekmannshausen
Tägliches umfüllen in den Kesselwaggons - Ralf Onken
Tägliches umfüllen in den Kesselwaggons
Kontrolle der Pipeline - Ralf Onken
Kontrolle der Pipeline
Varel/Diekmannshausen - Sie war schon ein kleines Wahrzeichen, die Pipeline die wie eine helle Schlange seitlich der Ölstrasse in Richtung Diekmannshausen verlief. Nun ist sie schon 20 Jahre verschwunden und vermisst wird sie auch nicht mehr. Ihr Ziel und ihre Aufgabe war den Betriebshof der BEB Erdölgesellschaft mit Öl zu versorgen.

Die Erdölgesellschaft „Brigitta“ hatte ihren Sitz in Diekmannshausen, nicht weit vom damaligen Bahnhof entfernt. Grund für den Ort, war die ehemalige Bahnstrecke Varel-Rodenkirchen, zwecks der Ölbeförderungen auf Schienen.

Auf der Suche nach dem Erdöl in Küstennähe hatte die Gesellschaft ein von ihren Geologen seismographisch festgestellten Erd-Öl Feld in der Jade- Niederung „abgebohrt“. Von insgesamt 21, seit dem Jahr 1956 niedergebrachten Bohrungen waren 16 fündig gewesen. 16 Pumpen die zusammen im Schnitt täglich 160 Tonnen Öl durch die Pipeline bis nach Diekmannshausen förderten.

Dort waren große Tanks in metallischen Silberschimmer auf dem Produktionsgelände. Sie befreiten das Küstengold von Wasser und Salz, sowie anderen Verunreinigungen. Nach der Reinigung wurde das Öl in täglich sechs Kesselwaggons umgeladen und im Schienenverkehr weiter befördert.

Nahezu vier Jahrzehnte befand sich an der Ölstrasse das Betriebsgelände. Aus den so genannten Erdölfeldern wurde zwischen 1957 und 1993 aus 16 Förderpumpen (auch Pferdeköpfe genannt) Erdöl gepumpt. Die ersten Tonnen der begehrten Flüssigkeit wurden 1957 aus den in rund 1700 Meter Tiefe gelegenen Erdöl-Speicherstein gefördert. Die größte Fördermenge an reinem Rohöl wurde 1965 mit 67000 Tonnen erzielt. Das war und blieb der Höhepunkt.

Auf dem ehemaligen BEB Gelände befindet sich heute die Gartenbaufirma Johann Onken. Nur eine Erinnerung ist in der Ölstrasse an der alten Ölbeförderung erhalten, eine alte Förderpumpe steht als Denkmal am Straßenrand.

(Quelle: Diekmannshausen: "Ein kleines Dorf mit großer Geschichte" )

 

 

Schlagworte: vAreler Papierkorb

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